Kochzivilisten ist ein Blog, das Lust auf Genuss und auf´s Ausprobieren machen soll. Geschrieben von Andreas Frank, der lieber selbst versucht, kombiniert und ab und an auch unter stetem Rühren in den Ausguss kippt, als dekorative Küchenratgeber a la „Das große Buch der handgezupften Jahrgangs-Schokolade“, „Das Almanach der alemannischen Artischocke“ und den allzeit Bestseller „99 Rezepte für die tibetanischen Hochgebirgsseemuschel“ zu Rate zu ziehen.

Ein Blog, das möglichst verständlich erklären, sauber messen und hübsch hilfreich ablichten will, anstatt Küchenmythen wie etwa verhau den Oktopus (1) bis er freiwillig zart wird zu verbreiten.
Kurzum: Ein Angebot, das hoffentlich Hürden ab- und Lust aufbaut, häufiger zu kochen. Denn das machen wir Deutsche ja leider immer seltener, wie die renommierten Nestlé-Ernährungsstudien von 2009 (S. 12) und 2011 (S. 2 ) belegen, was den Verdacht nahe legt, dass trotz immer mehr Kochliteratur und trotz immer grandioserer TV-Kochgrößen wohl eher Zweierlei entsteht: Immer mehr Nähe zu Snack und Mikrowelle und immer mehr falscher Respekt vor Topf und Pfanne.

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Schade eigentlich und zudem völlig überflüssig. Denn mit dem ein oder anderen Küchenkniff können Kochzivilisten auf jedem Level (inkl. Anfänger) für satt-glückliche Gesichter und für feine Genuss- und ergo Erfolgserlebnisse sorgen. Ohne absurde Kochduelle und perfide „Prolli Dinner“, ohne Zutatenwettrüsten und Pimp-my-Kitchen.

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Ach ja, und eines noch: Das Blog heisst Kochzivilisten, also Plural, weil man von denen nie genug kriegen kann. Als Ideen- und als Gastgeber, als Kurator des ultimativen Familien-Kekses und sehr gerne auch als Co-Blogger. Beispielsweise bei allem, was mit Süßkram zu tun hat. Hauptsache es funktioniert und ist plausibel wiederholbar.

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Viel Spaß

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Euer Kochzivilist #1 von ganz Vielen

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  1. Vorbehaltlich der nicht völlig auszuschließenden Möglichkeit, dass man mir immer nur professionell verkloppte Kopffüßer untergejubelt hat (also die, ohne sichtbare blaue Flecken) und ich daraus den fatalen Fehlschluss zog, die Gesellen bräuchten für den optimal zarten Biss gar keine Dresche, sondern bloß sanft simmernde 50 Minütchen im angestammten Salzwasser-Biotop.